G. Bosold
Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie
sagen.bosold.de
Achilleus (Achill) war unter den Griechen der
tapferste Held vor Troja. Sein Vater war
Peleus. Seine Mutter
Thetis machte ihn bis auf die Ferse unverwundbar
("Achillessehne"). Sie wollte ihn auch unsterblich machen,
indem sie ihn in ein himmlisches Feuer hielt und die Leibesstellen
verzehrte, die sterblich waren und die sie dann mit Amrosia wieder
heilte. Erschrocken darüber verhinderte Peleus
weiteres, so dass Achill sterblich blieb.
Da Thetis seinen Tod vor Troja voraussah, versteckte seine Mutter
ihn in Mädchenkleidern bei König Lykomedes und ließ
ihn in Mädchenarbeiten erziehen. Dort entdeckte er sich der
Königstochter Dëidamia, zu der er Zuneigung gefasst
hatte.
Weil es eine Weissagung gab, nach der Troja nicht ohne Achill fallen
würde, ließ der listenreiche Odysseus
Speer und Schild bringen, die Achill beherzt ergriff, während
die Mädchen beim Kampflärm flohen. So wurde er doch
Teilnehmer am Trojanischen Krieg.
Weil Agamemmnon sich seiner Sklavin Briseis
bemächtigt hatte, zog er sich grollend vom Kampf zurück und
griff erst wieder ein, um seinen Freund Patroklos zu
rächen.
An der Ferse getroffen von einem Pfeil des Paris,
den Apollon gelenkt hatte, fiel der Held.
Achilleus' Sohn war Neoptolemus. Dieser mußte wegen eines
Orakelspruches auch am Kampf um Troja teilnehmen. Bei Trojas Eroberung
erschlug er den alten König Priamos.
Hektors Frau Andromache wurde seine Sklavin.
Patroklos war der Freund des Achill und war mit ihm zusammen
erzogen worden. Beide galten als ideales
Freundespaar und kämpften gemeinsam vor Troja.
Nach Achills Rückzug vom Kampf erbat sich Patroklos dessen
Rüstung. Nachdem er Sarpedon
getötet hatte, ermutigte Apollon
Hektor wieder zum Kampf und griff in diesen selbst
ein. Bereits getroffen von Apollon fiel Patroklos durch die Hand
Hektors.