G. Bosold
Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie
sagen.bosold.de
Hades (röm.: Pluto), der finstere und mitleidlose König des modrigen Schattenreiches der Unterwelt, gestattete den Toten keine Rückkehr aus seinem Reich. Er entführte Persephone (Proserpina) als seine Gemahlin in die Unterwelt (Raub der Proserpina). Ihre Mutter Demeter bewog Zeus indem sie das Erdwachstum verhinderte, daß diese nur ein Drittel des Jahres in der Unterwelt verbringen mußte.
Als Hades wird auch das Totenreich beziehungsweise die Unterwelt
selbst bezeichnet.
Ihr Eingang befindet sich am Ende der Welt am Ufer des Okeanos
im Land der Kimmerier im Hain Persephones aus Pappeln, Erlen
und Weiden. Dort stürzten die schwarzen Fluten der beiden
Flüsse Pyriphlegeton und Kokytos die Tiefe. Eine Kluft bildet
den Eingang zum Totenreich. ([GS] S. 442)
Bewacht wird der Hades durch den mehrköpfigen Hund
Kerberos (Zerberus), ein Sohn von Typhon und
Echidna.
Der Fährmann Charon brachte die Toten über
den Fluß Acheron in das Totenreich. Dafür legte
man ihm einen "Obolos" (Münze, Obolus, Handgeld)
in den Mund.
Im Hades fließt der Lethe-Fluß des Vergessens,
aus dem die Verstorbenen trinken mußten, um die Erinnerung
an das frühere Leben zu verlieren.
Tiefster Teil des Hades ist der Tartaros, in dem Zeus
Missetäter gefangen hielt (z.B. die Titanen,
Tantalos, Sysyphos oder Tityos). Vom
Tartaros gebar die Urmutter Gaia das Ungeheuer
Typhon.