G. Bosold
Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie
sagen.bosold.de
Bellerophontes (Bellerophont), Sohn des korinthischen Königs Glaukos (des Älteren), war Enkel von Sisyphos, nicht jedoch so verschlagen wie dieser, sondern von ehrlicher und guter Art.
Die Frau von König Proitos (Prötos), Stheneboia (Stheneboea)
oder Anteia (Antéa), beschuldigte Bellerophontes vor ihrem Gatten,
versucht haben zu wollen, sie zu verführen. In Wahrheit war sie
selbst von ihm zurückgewiesen worden.
Der König schickte Bellerophontes darauf zu seinem Schwiegervater
Iobates (Jobates), dem lykischen König, mit der verschlüsselten
Nachricht, ihn töten zu sollen, da er dass nicht selbst tun wollte.
Iobates lernte das angenehme Wesen des Gastes kennen, tötete ihn daher
nicht, sondern gab Bellerophontes mehrere schwere Aufgaben auf, die
leicht seinen Tod hätten bewirken können.
Bellerophontes sollte zunächst die Chimaira
(Chimära) erlegen. Die Bellerophontes gnädigen Götter schickten
ihm das Götterroß Pegasos, mit dessen Hilfe
er die Chimaira aus der Luft bekämpfen konnte.
Nachdem Bellerophontes auch noch Kämpfe gegen die Solymer und die
Amazonen bestand, erkannte der König, dass die Götter mit dem
Jüngling waren. Er ließ den Vorsatz, ihm das Leben zu nehmen, fallen
und gab ihm seine Tochter Philonoe zur Frau. ([HI] 6/155 ff.)
Bellerophontes konnte sich noch an der Frau von Proitos rächen.
Beim Versuch mit dem Götterroß Pegasos zum Wohnsitz der Götter
hinaufzureiten, stürzte er ab.
([LA] S. 85, [GS] S. 53)